Sie befinden sich auf der Seite:

 

Psychologische Hilfe bei Mobbing und Burn-out

 

Sie finden hier folgende Informationen:

Warum Mobbing?

Was ist Mobbing?

Phasen von Mobbing

Wer mobbt wen?

Mythen über das Opfer

Was kann man tun, wenn man von Mobbing betroffen ist?

Welche Folgen kann Mobbing haben?

Was tun, wenn man betroffen ist?

Warum "Mobbing"?

Globalisierung, Kostensenkung, Arbeitslosigkeit sind Stichwörter, die wir in den letzten Jahren zur Genüge in Presse, Funk und Fernsehen mitgeteilt bekommen haben. Steigender Arbeitsdruck läßt in vielen Fällen die sozialen Aspekte der Arbeit in den Hintergrund treten - und Konflikte (die es ja immer gibt) können sich in diesem Klima noch leichter zur systematischen Demontage Einzelner auswachsen. Dies kann in einer persönlichen Katastrophe enden. Die systematische Beobachtung dieser Konflikte und ihres scheinbar unaufhaltbaren unheilvollen Verlaufes führte zu einer Definition des Begriffs Mobbing.

zurück zum Seitenanfang

Was ist Mobbing?

Unter Mobbing wird eine konfliktbelastete Situation am Arbeitsplatz unter Kollegen oder zwischen Vorgesetzten und Untergebenen verstanden, bei der die angegriffene Person

Mobbing - und das macht die ganze Sache so brisant - ist etwas alltägliches und wird von ganz normalen, alltäglichen Menschen ausgeübt. Mobber bedienen sich dementsprechend vielfach ganz 'alltäglicher' Mittel, um ihr Opfer zu verunsichern und zu diskriminieren:

zurück zum Seitenanfang

Phasen von Mobbing

Die Forschung zu Mobbing hat zutage gebracht, daß Mobbing meistens nicht plötzlich und auf einmal entsteht. Vielmehr wächst es aus den ganz normalen, alltäglichen Konflikten, die es an jeder Arbeitsstelle gibt. Wenn diese Konflikte aus irgendwelchen Gründen (z. B. Kontaktverweigerung, organisatorische Probleme) nicht ausgeräumt werden, können sie zur Gewohnheit werden, bei der eine Person zunehmend zur Zielscheibe aller Konflikte wird. Diese Person wird zum Sündenbock, dem - je länger je mehr - keine Chance mehr gegeben wird, aus dieser Rolle herauszukommen. Hierbei sind vier Phasen zu unterscheiden. Nicht jedes Mobbing durchläuft alle diese Phasen. Die Einordnung der eigenen Situation am Arbeitsplatz in eine dieser Phasen ist jedoch wichtig, um Klarheit zu bekommen, wie man sich am besten verhalten soll.

zurück zum Seitenanfang

Wer mobbt wen?

Die typische Mobbingopfer-Persönlichkeit gibt es nicht. Jede Art der Persönlichkeit hat ihre Stärken und Schwächen - ob man Opfer von Mobbing wird, hängt nicht von der eigenen Person ab, sondern von der Situation, in der man sich befindet.

zurück zum Seitenanfang

Mythen über das Opfer

Mobbing besteht nicht nur im dauernden Psychoterror gegen ein Opfer. Vielmehr wird hierbei ständig die Behauptung scheinbar 'bewiesen', daß das Opfer eine unmögliche, unfähige, nicht teamfähige ... Person sei. Wichtig ist: Opfer beginnen häufig, vieles von diesen Lügen zu glauben, werden unsicher, machen Fehler und 'bestätigen' die negative Botschaft über sie selbst scheinbar.
Schlimmer noch: Oft beginnen die Opfer, an sich selber zu zweifeln, sie beginnen, die negativen Behauptungen der Täter zu glauben. Die wichtigsten dieser negativen Behauptungen, dieser Mythen über das Opfer sind:

zurück zum Seitenanfang

Was kann man tun, wenn man von Mobbing betroffen ist?

Der erste und wichtigste Schritt ist, sich ein möglichst gutes Bild zu verschaffen,in welcher der oben genannten Phasen man seine eigene Lage wiedererkennt.
Generell gilt: Je früher die Phase, desto eher ist die Möglichkeit gegeben, durch klärende Gespräche und kluge Strategien die Wiederherstellung einer positiven Arbeitssituation zu erreichen.
In den ersten zwei Phasen kann ein Gespräch mit den problematischen Kollegen oder ein Gespräch mit dem Chef noch gute Wirkungen haben. Es sollte auf jeden Fall gut vorbereitet werden, um eine weitere Eskalation zu verhindern und nicht zu fördern. Leider führt dies auch bei sehr guter Planung nicht immer zum Erfolg! Auf jeden Fall sollten Sie Personen suchen, denen Sie vertrauen können und die auf Ihrer Seite stehen - zum Beispiel bei den hierfür zuständigen Personen in Betriebsrat und Gewerkschaft.
Wenn der Prozeß des Mobbing in die Phasen 3 oder 4 fortgeschritten ist, werden 'normale' Maßnahmen zur Konfliktbewältigung nicht mehr greifen.Wenn Sie die Befürchtung haben, daß Sie an der Arbeitsstelle einer systematischen Demontage Ihrer Person ausgesetzt sind, ist ein Verhalten angebracht, das sich von dem oben genannten Weg der konstruktiven Konfliktbewältigung deutlich unterscheidet. Bevor Sie jedoch etwas überstürzen, wäre es ratsam, fachkundige Hilfe aufzusuchen, um sich in der Einschätzung Ihrer Lage sicher zu werden. Solche Hilfsmöglichkeiten finden Sie über spezielle Angebote der Gewerkschaften und mancher Krankenkassen oder auch über uns, das
Zentrum für Gesundheitspsychologie. Ein psychologisches Beratungsgespräch kann Klärung bringen und Sie in der Planung weiterer Schritte sicherer machen. Wenn Sie sich in der Einschätzung sicher sind, daß der Prozeß des Mobbing betreffend Ihre Person die ausgeprägte Form (Phase 3 oder 4, s. o.) angenommen hat, sollten Sie folgendes tun:

Verschleißen Sie Ihre Kräfte nicht mehr unnötig mit unwirksamen Versuchen, die Gegner wieder für sich zu gewinnen, gnädig zu stimmen oder zu besiegen!

Sorgen Sie für sich selber auf anderen Gebieten: Nutzen Sie bewußt Möglichkeiten der Entspannung in der Freizeit, stärken Sie Ihre Kontakte außerhalb der Arbeit (Vereine, Freundeskreis ...), versuchen Sie, das Leben mit den Menschen in Ihrer Umgebung positiv, mit gegenseitiger Wertschätzung und Zuwendung zu gestalten (z. B. sich wirklich wieder Zeit für die eigene Familie nehmen!).

Suchen Sie Rechtsberatung auf, um sich über Ihre Rechte im Klaren zu sein.

Lassen Sie sich nicht einschüchtern.

Vielfach werden diese Schritte leider zu keiner unmittelbaren Besserung Ihrer psychischen Situation führen. Dennoch sind sie wichtig, um einer weitereren Verschlechterung der Lage entgegenzuarbeiten und um sich daran zu erinnern, daß es neben der Arbeit auch noch andere Dinge in Ihrem Leben gibt. Es ist ein erster Schritt, der notwendig ist, damit Sie wieder zu Kräften kommen und in die Lage kommen, Weiteres zu unternehmen.
zurück zum Seitenanfang

Welche Folgen kann Mobbing haben?

Leider ist es nicht selten, daß Menschen, die unter dem extremen Druck von Mobbing zu leiden haben (oft über Jahre!), starke Symptome einer psychischen Störung entwickeln, die der posttraumatischen Belastungsstörung ähnlich ist.
Die Forschung zu Mobbing hat ergeben, daß Mobbing und die schweren Folgen jede Art von Persönlichkeit gleichermaßen treffen können. Psychisches Leiden und Krankheitssymptome sind nicht Folge einer besonders 'schwachen' Konstitution oder einer 'schwierigen Persönlichkeit' ('ich ziehe ja auch immer alle Konflikte auf mich'), sondern Folge des andauernden psychischen Druckes, dem Mobbingopfer ausgesetzt sind.
Symptome können sein:

Wer infolge von fortwährenden Schikanen und Diffamierungen am Arbeitsplatz und durch die permanente Bedrohung von Sicherheit und Selbstbild bei Mobbing unter den genannten Symptomen leidet, wird zunächst Maßnahmen zur Beendigung dieser Situation ergreifen. Gleichzeitig können Betroffene Hilfe zur Bewältigung der Folgen erhalten. Mit Hilfe eines erfahrenen Psychotherapeuten oder einer Psychotherapeutin können Sie lernen, bewußt wieder einen positiven Rhythmus für Ihr Leben zu finden und psychische Folgen zu überwinden. So wird ein Neuanfang, ein 'Leben danach' möglich.
zurück zum Seitenanfang

Was tun?

Konflikte am Arbeitsplatz, die zu Mobbing werden, erfordern je nach Lage der Dinge (wie Sie für sich selbst anhand der 4 Phasen des Mobbing einschätzen können) sehr verschiedene Maßnahmen.
Von meiner Seite her kann ich anbieten:

Psychologische Einzelberatung zur Einschätzung Ihrer Lage und zur Planung weiterer Maßnahmen

Beratung /Schulung von Institutionen zu Mobbing und Konfliktbewältigung mit dem Ziel der Klärung der eigenen Situation, der Stärkung der Möglichkeiten zur Konfliktbewältigung und der Entwicklung von persönlichen Strategien der Prävention

Psychotherapie zur Bewältigung der Folgen von Mobbing in ihrem persönlichen Leben


Eine allgemeine Beratung wird häufig von Gewerkschaften angeboten.
Eine detatillierte Rechtsberatung kann durch einen Anwalt /Anwältin mit Erfahrung im Bereich Mobbing geleistet werden.

Wenn ein Wechsel des Arbeitsplatzes unumgänglich ist, kann neben dem Gang zum Arbeitsamt  oder dem Platzieren eines Stellengesuchs auch der Kontakt mit einem für das Thema sensiblen privaten Arbeitsvermittler hilfreich sein.

 

zurück zum Seitenanfang