Warum Mobbing?
Was ist Mobbing?
Phasen von Mobbing
Wer mobbt wen?
Mythen über das Opfer
Was kann man tun, wenn man von Mobbing betroffen ist?
Welche Folgen kann Mobbing haben?
Was tun, wenn man betroffen ist?
Unter Mobbing wird eine konfliktbelastete Situation am Arbeitsplatz unter Kollegen oder zwischen Vorgesetzten und Untergebenen verstanden, bei der die angegriffene Person
Mobbing - und das macht die ganze Sache so brisant - ist etwas alltägliches und wird von ganz normalen, alltäglichen Menschen ausgeübt. Mobber bedienen sich dementsprechend vielfach ganz 'alltäglicher' Mittel, um ihr Opfer zu verunsichern und zu diskriminieren:
Die Forschung zu Mobbing hat zutage gebracht, daß Mobbing meistens nicht plötzlich und auf einmal entsteht. Vielmehr wächst es aus den ganz normalen, alltäglichen Konflikten, die es an jeder Arbeitsstelle gibt. Wenn diese Konflikte aus irgendwelchen Gründen (z. B. Kontaktverweigerung, organisatorische Probleme) nicht ausgeräumt werden, können sie zur Gewohnheit werden, bei der eine Person zunehmend zur Zielscheibe aller Konflikte wird. Diese Person wird zum Sündenbock, dem - je länger je mehr - keine Chance mehr gegeben wird, aus dieser Rolle herauszukommen. Hierbei sind vier Phasen zu unterscheiden. Nicht jedes Mobbing durchläuft alle diese Phasen. Die Einordnung der eigenen Situation am Arbeitsplatz in eine dieser Phasen ist jedoch wichtig, um Klarheit zu bekommen, wie man sich am besten verhalten soll.
Die typische Mobbingopfer-Persönlichkeit gibt es nicht. Jede Art der Persönlichkeit hat ihre Stärken und Schwächen - ob man Opfer von Mobbing wird, hängt nicht von der eigenen Person ab, sondern von der Situation, in der man sich befindet.
Mobbing besteht nicht nur im dauernden Psychoterror gegen ein
Opfer. Vielmehr wird hierbei ständig die Behauptung scheinbar 'bewiesen', daß
das Opfer eine unmögliche, unfähige, nicht teamfähige ... Person sei. Wichtig
ist: Opfer beginnen häufig, vieles von diesen Lügen zu glauben, werden
unsicher, machen Fehler und 'bestätigen' die negative Botschaft über sie selbst
scheinbar.
Schlimmer noch: Oft beginnen die Opfer, an sich selber zu zweifeln, sie beginnen,
die negativen Behauptungen der Täter zu glauben. Die wichtigsten dieser
negativen Behauptungen, dieser Mythen über das Opfer sind:
Der erste und wichtigste Schritt ist, sich ein möglichst gutes
Bild zu verschaffen,in welcher der oben genannten Phasen man seine eigene Lage
wiedererkennt.
Generell gilt: Je früher die Phase, desto eher ist die Möglichkeit gegeben,
durch klärende Gespräche und kluge Strategien die Wiederherstellung einer
positiven Arbeitssituation zu erreichen.
In den ersten zwei Phasen kann ein Gespräch mit den problematischen
Kollegen oder ein Gespräch mit dem Chef noch gute Wirkungen haben. Es sollte
auf jeden Fall gut vorbereitet werden, um eine weitere Eskalation zu verhindern
und nicht zu fördern. Leider führt dies auch bei sehr guter Planung nicht immer
zum Erfolg! Auf jeden Fall sollten Sie Personen suchen, denen Sie vertrauen
können und die auf Ihrer Seite stehen - zum Beispiel bei den hierfür
zuständigen Personen in Betriebsrat und Gewerkschaft.
Wenn der Prozeß des Mobbing in die Phasen 3 oder 4 fortgeschritten ist,
werden 'normale' Maßnahmen zur Konfliktbewältigung nicht mehr greifen.Wenn Sie
die Befürchtung haben, daß Sie an der Arbeitsstelle einer systematischen
Demontage Ihrer Person ausgesetzt sind, ist ein Verhalten angebracht, das sich
von dem oben genannten Weg der konstruktiven Konfliktbewältigung deutlich
unterscheidet. Bevor Sie jedoch etwas überstürzen, wäre es ratsam, fachkundige
Hilfe aufzusuchen, um sich in der Einschätzung Ihrer Lage sicher zu werden.
Solche Hilfsmöglichkeiten finden Sie über spezielle Angebote der Gewerkschaften
und mancher Krankenkassen oder auch über uns, das Zentrum
für Gesundheitspsychologie. Ein psychologisches Beratungsgespräch kann
Klärung bringen und Sie in der Planung weiterer Schritte sicherer machen. Wenn
Sie sich in der Einschätzung sicher sind, daß der Prozeß des Mobbing betreffend
Ihre Person die ausgeprägte Form (Phase 3 oder 4, s. o.) angenommen hat,
sollten Sie folgendes tun:
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Verschleißen Sie Ihre Kräfte nicht mehr unnötig mit unwirksamen Versuchen, die Gegner wieder für sich zu gewinnen, gnädig zu stimmen oder zu besiegen! |
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Sorgen Sie für sich selber auf anderen Gebieten: Nutzen Sie bewußt Möglichkeiten der Entspannung in der Freizeit, stärken Sie Ihre Kontakte außerhalb der Arbeit (Vereine, Freundeskreis ...), versuchen Sie, das Leben mit den Menschen in Ihrer Umgebung positiv, mit gegenseitiger Wertschätzung und Zuwendung zu gestalten (z. B. sich wirklich wieder Zeit für die eigene Familie nehmen!). |
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Suchen Sie Rechtsberatung auf, um sich über Ihre Rechte im Klaren zu sein. |
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Lassen Sie sich nicht einschüchtern. |
Vielfach werden
diese Schritte leider zu keiner unmittelbaren Besserung Ihrer psychischen
Situation führen. Dennoch sind sie wichtig, um einer weitereren
Verschlechterung der Lage entgegenzuarbeiten und um sich daran zu erinnern, daß
es neben der Arbeit auch noch andere Dinge in Ihrem Leben gibt. Es ist ein
erster Schritt, der notwendig ist, damit Sie wieder zu Kräften kommen und in
die Lage kommen, Weiteres zu unternehmen.
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Leider ist es nicht selten, daß Menschen, die unter dem
extremen Druck von Mobbing zu leiden haben (oft über Jahre!), starke Symptome
einer psychischen Störung entwickeln, die der posttraumatischen Belastungsstörung ähnlich ist.
Die Forschung zu Mobbing hat ergeben, daß Mobbing und die schweren Folgen jede
Art von Persönlichkeit gleichermaßen treffen können. Psychisches Leiden und
Krankheitssymptome sind nicht Folge einer besonders 'schwachen'
Konstitution oder einer 'schwierigen Persönlichkeit' ('ich ziehe ja auch immer
alle Konflikte auf mich'), sondern Folge des andauernden psychischen Druckes,
dem Mobbingopfer ausgesetzt sind.
Symptome können sein:
Wer
infolge von fortwährenden Schikanen und Diffamierungen am Arbeitsplatz und
durch die permanente Bedrohung von Sicherheit und Selbstbild bei Mobbing unter
den genannten Symptomen leidet, wird zunächst Maßnahmen zur Beendigung dieser
Situation ergreifen. Gleichzeitig können Betroffene Hilfe zur Bewältigung der
Folgen erhalten. Mit Hilfe eines erfahrenen Psychotherapeuten oder einer
Psychotherapeutin können Sie lernen, bewußt wieder einen positiven Rhythmus für
Ihr Leben zu finden und psychische Folgen zu überwinden. So wird ein Neuanfang,
ein 'Leben danach' möglich.
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Konflikte am Arbeitsplatz, die zu Mobbing werden, erfordern je
nach Lage der Dinge (wie Sie für sich selbst anhand der 4 Phasen des Mobbing
einschätzen können) sehr verschiedene Maßnahmen.
Von meiner Seite her kann ich anbieten:
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Psychologische Einzelberatung zur Einschätzung Ihrer Lage und zur Planung weiterer Maßnahmen |
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Beratung /Schulung von Institutionen zu Mobbing und Konfliktbewältigung mit dem Ziel der Klärung der eigenen Situation, der Stärkung der Möglichkeiten zur Konfliktbewältigung und der Entwicklung von persönlichen Strategien der Prävention |
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Psychotherapie zur Bewältigung der Folgen von Mobbing in ihrem persönlichen Leben |
Eine allgemeine Beratung wird häufig von Gewerkschaften angeboten.
Eine detatillierte Rechtsberatung kann durch einen Anwalt /Anwältin mit
Erfahrung im Bereich Mobbing geleistet werden.
Wenn ein Wechsel des Arbeitsplatzes unumgänglich ist, kann neben dem Gang zum
Arbeitsamt oder dem Platzieren eines Stellengesuchs auch der Kontakt mit
einem für das Thema sensiblen privaten Arbeitsvermittler hilfreich sein.
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