Gewalt, Katastrophen und Unfälle: Was bleibt, wenn die gröbsten Folgen beseitigt sind?
Was ist eine Störung nach einem traumatischen Ereignis? (Posttraumatische Belastungsreaktion)
Woran erkennt man eine posttraumatische Belastungsreaktion?
Psychologische Hilfestellungen bei posttraumatischer Belastungsreaktion
Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es für eine psychologische Hilfestellung?
Ihre beratenden Ansprechpartner
Gewaltverbrechen, eine
Naturkatastrophe oder ein Unfall gehören eigentlich nur für
Menschen mit bestimmten Berufen zum Alltag. Dennoch besagen moderne
Statistiken, daß 40 - 60% aller Menschen irgendwann in ihrem
Leben Opfer eines 'Traumas' werden - eines plötzlichen,
katastrophalen Ereignisses.In der Bundesrepublik gibt es ein gut
ausgebautes Netz an Hilfs- und Rettungsdiensten, z. B. Feuerwehr,
Polizei und andere.
Diese gewährleisten, daß in solchen Situationen
schnellstmöglich ein Maximum an Hilfe geleistet wird,
Menschenleben gerettet werden und wieder eine normale Situation
entsteht. Die Betroffenen und die Helfer stehen danach jedoch vor einer
neuen, vollkommen andersartigen Notwendigkeit: Das erlebte Trauma, die
meistens ungemein belastenden Erinnerungen müssen bewältigt
werden.In den letzten Jahren wird in der Öffentlichkeit zunehmend
mehr zur Kenntnis genommen, was Betroffene längst wissen: die
psychische Verarbeitung eines Traumas oder sogar mehrerer Traumata
braucht Zeit und kann die Betroffenen sowie ihre Angehörigen stark
belasten.
Die Arbeit der Bewältigung kann durch fachkundige Begleitung
wesentlich erleichtert werden. Häufig kann das Auftreten von
psychischen Schädigungen und körperlichen Folgeerkrankungen
durch psychologische Hilfe verhindert werden.
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Die Symptome einer posttraumatischen Belastungsreaktion können
nicht nur die Opfer der Katastrophe zeigen; häufig sind auch
Ärzte/innen, Feuerwehrleute, Rettungsdienstmitarbeiter/innen,
Vollzugsbeamte und Angehörige anderer helfender Berufe in
ähnlicher Weise betroffen. Sie sind durch das wiederholte Erleben
traumatischer Ereignisse im Zuge der Berufsausübung besonders
belastet. Deshalb können alle Menschen nach dem Erleben eines
solchen Traumas Symptome entwickeln, die als posttraumatische
Belastungsreaktion bezeichnet werden; hierbei bedeutet das Wort "post",
daß die Störung nach einer traumatischen Belastung auftreten
können. Diese Symptome entwickeln oftmals auch Menschen, die vor
dem Ereignis psychisch und körperlich völlig stabil waren.
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Eine posttraumatische Belastungsreaktion kann man typischerweise an folgenden Symptomen erkennen:
Die Symptome verschlimmern
sich häufig, wenn Betroffene in ähnliche Situationen oder an
ähnliche Orte kommen, in denen sie das Trauma erlebt haben.
Hierbei reichen manchmal bestimmte isolierte Bestandteile der Situation
(bspw. kann ein Mensch, der miterlebte, wie jemand sich von einer
Autobahnbrücke stürzte, die Symptome immer wieder angesichts
von Brücken empfinden und infolgedessen Autofahren ganz
vermeiden).
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Betroffenen kann mittlerweile
durch Fachleute, die sich auf diesen Bereich spezialisiert haben, mit
spezifischen psychologischen Methoden effektiv geholfen werden. Diese
Maßnahmen haben alle zum Ziel:
Es gibt ein weites Spektrum psychologischer Hilfestellungen
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Die Diagnose einer
postraumatischen Belastungsreaktion ist eine sogenannte "Störung
mit Krankheitswert"; somit wird eine psychotherapeutische Behandlung
von den gesetzlichen Krankenkassen im üblichen
Rahmen finanziert.
Wenn eine posttraumatische Belastungsstörung auf Grund eines
anerkannten Arbeitsunfalles eingetreten ist, ist die zuständige
Berufsgenossenschaft Kostenträger.
Supervision und Fortbildungen müssen im Einzelfall mit den
beschäftigenden Institutionen der Professionellen ausgehandelt
werden.
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